Partnerschaftsausschuss

CASM Honduras

Seit Ende 2015 besteht eine Projektpartnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Köln-Mitte und der Comisión de Acción Social Menonita (CASM) in Honduras.

Bewusst hat sich der Kirchenkreis Köln-Mitte mit Honduras ein Land ausgewählt, das nicht im Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung steht, aber mit einer Vielzahl politischer und sozialer Probleme zu kämpfen hat. Honduras ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas. Es ist geprägt von einer hohen Gewaltbereitschaft und einer der höchsten Mordraten weltweit. Dazu kommt ein hohes Maß an Straflosigkeit: Nur 4% der angezeigten Verbrechen landen vor Gericht. Honduras ist politisch instabil und zudem Naturkatastrophen (Hurricans, Überschwemmungen) ausgesetzt.

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Die Comisión de Acción Social Menonita (CASM) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen zu unterstützen, die unter diesen schwierigen Bedingungen leben müssen. Sie arbeitet in den Bereichen Armutsbekämpfung, Migration, Gewaltprävention, fairer Handel, Katastrophenvorsorge und engagiert sich politisch und in Menschenrechtsarbeit.

Zum Beispiel fördert die CASM Projekte an den Bordos (Flussufern) von San Pedro Sula. Dort wohnen 7500 Familien in äußerster Armut an den Ufern eines kontaminierten Flusses. Die CASM kümmert sich, u.a. mit Unterstützung der Kindernothilfe um die Kinder dort (Kindergarten, Nahrung) und vermittelt den Jugendlichen Ausbildung in verschiedenen Bereichen: z.B. als Elektrotechniker, als Friseur/Kosmetiker oder im Bereich Klimatisierung. Außerdem gibt es politische Arbeit, die vor allem darauf drängt, dass sich die Lebensverhältnisse ändern: Etwa wird die Kommune dazu aufgefordert, eine Brücke über den kontaminierten Fluss zu bauen, damit ihn die Kinder auf dem Weg zur Schule nicht mehr barfuß durchwaten müssen. Weiter wird auf eine staatlich subventionierte Umsiedlung an andere Orte in der Stadt gedrungen.

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Ein weiteres Beispiel für die Arbeit der CASM ist ein Kakao-Projekt in Choloma: Durch den Hurrican Mitch im Jahre 1998 wurden zahlreiche Kakaoplantagen zerstört, so dass der Kakaoanbau in Honduras nahezu zum Erliegen kam. Eine Kooperative von 120 Familien bildete sich, um die Jahrtausende alte Kakaotradition wiederzubeleben. Sie stellt mittlerweile erstklassigen Kakao her und ist gerade dabei, auf ökologischen Anbau umzustellen. Es besteht eine direkte Zusammenarbeit mit Chocolats Halba.

Seit März 2016 begleitet ein Arbeitskreis die Projektpartnerschaft, dem Mitglieder der verschiedenenen Gemeinden des Kirchenkreises Köln-Mitte angehören. Ziele des Arbeitskreises sind das globale Lernen und das Aufzeigen globaler Zusammenhänge, was etwa Themenbereiche wie Klimawandel, Flucht und Entwicklung angeht. Der Arbeitskreis will Begegnung und Austausch fördern und die Verbundenheit von Christinnen und Christen weltweit erlebbar machen.

Wer Interesse an einer Mitarbeit im Arbeitskreis hat, kann sich gerne mit Pfarrerin Dr. Anna Quaas (anna.quaas@ekir.de Telefon 0221/79002020) oder Eva Hoffmann von Zedlitz (eva.hoffmann-vonzedlitz@ekir.de Telefon 0221/382997) in Verbindung setzen.

Außerdem können auch die Projekte der CASM unterstützt werden. Miserior hat dafür eine Spendenkonto eingerichtet, über das Projekte der Comisión de Acción Social Menonita (CASM) in Honduras unmittelbar gefördert werden. IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10; BIC GENODED1PAX mit der Angabe: "Zweck W31018 CASM Honduras".